Zur SPIELSTRUKTUR und Regelauslegung (DVV Auslegung)
INFORMATIONEN für SCHIRIS, SPIELER, ZUSCHAUER

 

 
Stand 05/2004
   
 
  • Das Spielfeld beträgt 8*8 m – somit auch der Überquerungsraum / Antennen!
  • Alle Spiele gehen über 2 Gewinnsätze (von 3 max.) und werden im Rally-Point-System bis 21 Pkt (bzw. bis 15 Pkt: auf Antrag des Aussrichters bestimmt dies die Turnierjury), gespielt (aber: 2 Punkte Vorsprung ohne Begrenzung); ab ½-Finale soll die Turnierjury bestimmen, dass nach FIVB weitergespielt wird .
  • alle 7 Punkte werden die Seiten ohne Pause gewechselt, die Satzpause beträgt 1 min
  • pro Team1 Auszeit pro Satz à 30sec
  • falls nach FIVB gespielt wird: 1. und 2. Satz gehen bis 21 Pkt (aber 2Pkt vor!) nach 7 Pkt Seitenwechsel- im evtl. 3. Satz bis 15 Pkt und nach 5 Pkt ist Seitenwechsel
  • Einem verletzten Spieler stehen pro Spiel maximal 5 Minuten Wiederherstellungszeit zur Verfügung. Diese 5 Minuten dürfen nicht aufgeteilt werden.
  • nach dem Schiedsrichterpfiff wird der Ball angeworfen und muß aufgeschlagen werden, d.h. es gibt keinen Aufschlagversuch
  • berührt d. Ball die Netzkante, so ist der Aufschlag regelgerecht
  • die Aufschläger wechseln mit jedem Aufschlagwechsel - der Anschreiber kontrolliert dies und ist für das Einhalten der Aufschlagreihenfolge verantwortlich,ein Fehler wird mit:
  • Notierung der neuen Aufschlagreihenfolge beantwortet – die Punkte bleiben erhalten;
  • die Linie darf beim Aufschlag zwar durch den Sand verschoben werden, doch ist das "Unter-der-Linie-Auftreten" u. Übertreten nicht erlaubt;
  • weder der Aufgabespieler noch die Ballflugbahn dürfen durch einen Sichtblock verdeckt werden - auf Bitte der Annehmer muß der Gegenspieler die Sicht frei machen!
  • außer beim Aufschlag darf der Ball mit dem gesamten Körper gespielt werden;
  • der 1. Ballkontakt eines Teams darf nacheinander verschiedene Körperteile berühren, wenn dies innerhalb einer Aktion geschieht "Mehrfachberührung", Regel 13.4.3 b) -> außer beim "Pritschen" ("overhand using fingers"); d.h. z.B. die Annahme darf nur dann im Pritschen erfolgen, wenn der Ballkontakt weder als doppelt, noch als geführt, noch als gefangen gilt - in diesem Sinne sollte eine Pritsch-Annahme gleich dem Pritsch-Zuspiel bewertet werden - aber - ACHTUNG: Ausnahme sind die harten Angriffsschläge (keine Aufschläge!): bei deren Abwehr darf auch in Pritschhaltung "gepatscht" und der Ball kurz gehalten werden (13.4.2a). Ein Angriff ist i. A. dann "hart" wenn die Flugbahn annähernd grade verläuft, gilt auch bei blocktouchiertem Ball!
  • „nicht hart" harter Angriff , annähernd grade Flugbahn
  • Der Abwehrspieler hat beim harten Angriff „kaum" Zeit, sich auf die Abwehraktion vorzubereiten (reflexartig Reaktion) – er kann keinen Technikwechsel vornehmen;
  • Pritschen absichtlich übers Netz nur wenn: Schulterachse senkrecht zur Abspielrichtung (vorwärts oder rückwärts) – die Achse muß vor dem Ballkontakt ausgerichtet sein („Players must establish their shoulder position before .."):
  • „Abspielrichtung senkrecht zur Schulterachse"
  • besteht deutliche Zuspielabsicht und der Ball wird übers Netz gepritscht, ohne daß der Angreifer den Ball berührt, so ist dies kein Fehler (auch seitliches Zuspiel!); i.A. ist in diesem Fall der Angreifer in der Nähe des Überquerungsbereiches und versucht das Zuspiel zu verwerten;
  • der Angriff als LOB (führen o. drücken) ist verboten - alternativ Faust, Knöchel
  • ("Poke-Shot") oder Fingerspitzen benutzen;
  • der Block zählt als 1. Ballberührung (Eigensicherung erlaubt - ist dann der 2. Kontakt); dabei muß der entsprechende Arm über Netzkannte gestreckt sein und der Ball darf mit den Fingern in der Nähe der Netzoberkannte auch gepatscht und gedrückt werden:
  • korrekt kein Block, außer bei hartem Angriff
  • bei sog. "Haltebällen" über der Netzkante geht das Spiel weiter (anschließend 3 weitere Kontakte erlaubt) - wird der Ball beim "Halteball" ins Aus gedrückt, geht das Aufschlagrecht / der Punkt zur Mannschaft in deren Aus der Ball flog - Doppelfehler nur, wenn der Ball nach dem "Halteball" die Netzkannte entlang rollt und dann die Antenne berührt;
  • Eindringen unterm Netz auf die Gegnerseite erlaubt, wenn dort keiner behindert wird – die Gegenspieler dürfen sich berühren, es ist nur dann ein Fehler zu pfeifen, wenn aufgrund der Berührung ein Spieler keine Möglichkeit hat den Ball zu spielen;
  • Netzberührung nur erlaubt, wenn die Spielaktion abgeschloßen ist (z.B. nach der Landung zum Block) und der Gegner nicht behindert wird - Haare im Netz sind kein Fehler
  • berührt der Ball die Linie, heißt das immer Ball innerhalb (auch wenn die Linie hochkannt steht und der Ballabdruck außerhalb ist);
  • der Ball darf im 2. Kontakt von außerhalb der Antennen auch außerhalb der Antennen in den eigenen Feldbereich zurück gespielt werden, dabei darf der „rettende" Spieler nicht in der Freizone behindert weden;
  • absichtliches „vor den Ball langen", der ins Netz auf der Gegnerseite gespielt wird, so daß der Ball für den Gegner unspielbar wird, wird als „Netzfehler" behandelt;
  • Sanktionsskala 2004:
  1. Unsportlichkeit (Verzögerg., Diskussionen ..): Verwarnung = gelb = „normal" weiter
  2. grobe Unsportlichkeit u./o. 2. Unsportlichkeit:-Bestrafung = rot = Spielzugverlust
  3. Beleidigung: - Ausschluß = rot+gelb zusammen = Satzverlust
  4. Tätlichkeit: - Disqualifikation = gelb u. rot getrennt = Spielverlust